Statements zum Kongress

Christina Brudereck, Autorin, Evangelistin, Referentin beim Christlichen Gesundheitskongress 2010

Für die eigene Balance

Ich erwarte Inspiration für die eigene Balance, diese große Lebenskunst. Der Gesundheitskongress ist eine Gelegenheit, sich selber neu zu sehen:

Für die eigene Seele zu sorgen, den Körper zu achten, Trostkraft fürs Herz zu finden und Impulse, die den Geist wecken. Das alles am Anfang eines neuen Jahres!

So sind 3 Tage in Kassel eine Investition, die sich 2010-fach auszahlen kann.

 

Pastor Dr. Stefan Stiegler Vorstand Albertinen-Diakoniewerk e.V.

Innere Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat eine hohe Bedeutung

Wir wollen uns immer wieder neu an unserem Leitbild orientieren:
Wir helfen einander, so zu handeln, wie Jesus es gesagt hat:
„Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“
Von der Teilnahme am 2. Christlichen Gesundheitskongress erwarten wir wesentliche Impulse, die uns ermutigen und befähigen, unseren diakonischen Auftrag auch in Zukunft unter den schwierigen Rahmenbedingungen unseres Gesundheitswesens zu erfüllen und Menschen, die sich uns anvertrauen, so zu behandeln, wie es unserem Leitbild entspricht. Darüber hinaus ist der Austausch mit Christinnen und Christen aus ganz Deutschland, die in ähnlichen Arbeitsfeldern tätig sind, immer eine Bereicherung. ganzes Statement lesen

Direkt zur Webseite: www.albertinen.de

 

Prof. Dr. theol. Christoffer H. Grundmann
Valparaiso University, Valparaiso IN, USA

Referent im Plenum beim Christlichen Gesundheitskongresses zum Thema Theologie und Heilung

Wer bestimmt, was als (noch) ‚gesund‘ und was als (bereits) ‚krank‘ zu gelten hat? Ist Gesundheit überhaupt ein Wert an sich? Ist Gesundheit nicht vielmehr Ausdruck von Vitalität, um die Herausforderungen des Lebens in lebensförderlicher Weise bewältigen zu können? ... Der christliche Gesund­heits­kongress bietet die wunderbare Gelegenheit, sich mit derlei Fragen im Miteinander von fach­kun­digen, im Gesundheitswesen arbeitenden Christen und engagierten Laien im Hori­zont biblischer Verkündigung und Verheißungen auseinanderzusetzen und um entsprechende Ant­worten zu ringen. Zum ganzen Statement >

 

Thomas Maria Renz, Weihbischof Diözese Rottenburg-Stuttgart
Referent beim Christlichen Gesundheitskongress 2008

Sich dem Heilungsauftrag Jesu stellen

Jesus gab seinen Jüngern die Vollmacht, unreine Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen (vgl. Mt 10,1). Die Frage, wie wir diesem Auftrag Jesu heute am besten gerecht werden, bleibt eine theologische wie pastorale Herausforderung allerersten Ranges. Eine Delegierung des Heilungsauftrags an Experten und christliche Einrichtungen im Gesundheitswesen allein genügt nicht, weil der Auftrag Jesu allen Getauften gilt. Deshalb ist das Thema des 2. Christlichen Gesundheitskongresses aktueller und wichtiger denn je:

 "Wenn sich die Kirche auch über alles freut, was andere in dieser Hinsicht tun, nimmt sie doch die Werke der Liebe als ihre eigene Pflicht und ihr unveräußerliches Recht in Anspruch" (II. Vatikanisches Konzil der Katholischen Kirche).


Dipl.-Pflegewirtin MScN Annette Meussling-Sentpali

Die Bedingungen, unter denen Pflegekräfte in Deutschland arbeiten, scheinen von Jahr zu Jahr schwieriger zu werden: hohe Anforderungen bei knappem Personal und ständiger Zeitdruck machen es immer schwerer, so zu pflegen, dass wir den Ansprüchen einer guten Pflege gerecht werden.

Wie können wir als Christen auch in dieser Situation Zeugen der Liebe Christi sein und unserem Auftrag der Sorge um den Nächsten gerecht werden, ohne dabei die Sorge um uns selbst zu vergessen?

Ich wünsche mir, dass der CGK ein Ort des Auftankens und Austausches ist und ganz konkrete Impulse für den (Pflege-)Alltag geben kann.

 

Prof. Martin Beck, Unternehmensberater

Die Themen Gesundheit und Krankheit sind aus den christlichen Gemeinden weitgehend ausgewandert. Dafür sind Arzt, Krankenhaus oder Fitnessstudio zuständig.

Diese professionelle Arbeitsteilung führt dazu, dass nicht mehr der ganze Mensch im Blickfeld der Gemeinden ist, sondern nur noch eine Art körperloser Teil davon. Gesundheit und Krankheit sind aber Prozesse, an denen der ganze Mensch mit Leib und Seele Anteil hat.

Ich freue mich, dass der Christliche Gesundheitskongress die Fachleute der seither getrennten Professionen mit Theologie und Gemeindearbeit zusammenbringt. Es war höchste Zeit dafür!

 

Dr. med. Georg Schiffner, Oberarzt, 1. Vorsitzender "Christen im Gesundheitswesen e.V."

Der Christliche Gesundheitskongress bietet großartige Chancen! Das Thema "Gesundheit" ist in aller Munde. In unserer Gesellschaft wird es bisher jedoch noch zu selten in Verbindung mit christlichem Glauben gebracht. Meine Hoffnung ist, dass sich dies ändert und viele Menschen vom umfassenden Heilungsangebot Jesu Christi erfahren.

Deshalb wünsche ich mir, dass Mitarbeiter aus Gesundheitswesen und Gemeinden inspiriert werden, die modernen pflegerischen, therapeutischen und medizinischen Kenntnisse mit dem christlichen Heilungsdienst zu verbinden im Sinne einer christlich fundierten Heilkunde. Dem wissenschaftlichen Forschungsstand entsprechend bedarf es hierzu einer Erweiterung des "bio-psycho-sozialen Modelles" um die spirituelle Dimension. In gleicher Weise bedarf es eines ausgewogenen theologischen Verständnisses zu "Krankheit - Heilung - Gesundheit" und - nicht zuletzt - eines engeren Zusammenwirkens von Gesundheitswesen und christlicher Gemeinde. Dies wird Auswirkungen haben auf unsere persönlichen Perspektiven in Beruf und Gemeinde genauso wie auf unsere Gesellschaft.

 


Dr. med. Kirstin Hartwig, Assistenzärztin Gynäkologie und Geburtshilfe

Als Ärztin ist es mir wichtig, meinen Glauben in meinen medizinischen Alltag zu integrieren, weil ich glaube, dass die Aussagen der Bibel Relevanz haben in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen.

Doch wie kann das praktisch aussehen, wie kann sich mein Glaube konkret auswirken auf die verschiedenen Fragen und Probleme, mit denen ich im Alltag konfrontiert bin? Und wie können sich Gesundheitswesen und Gemeinde, mit ihrer Verschiedenartigkeit und ihren unterschiedlichen Chancen und Grenzen, einander unterstützen und ergänzen?

Ich wünsche mir, dass der Christliche Gesundheitskongress Antworten auf diese Fragen gibt und konkrete Impulse für den Alltag. Den Kongress sehe ich als Chance, deutlich zu machen, dass wir als Christen Antworten haben auf die zunehmende Suche nach Spiritualität, die sich auch im Gesundheitswesen zeigt, und dass wir Alternativen anbieten können. Als Christen in der Medizin haben wir noch mehr als "evidence based medicine" - wir haben einen "evidence based faith".


Dr. med. Martin Grabe, Oberarzt Klinik Hohe Mark, Vorsitzender Akademie für Psychotherapie & Seelsorge

Ich wünsche mir:

... dass der Gesundheitskongress Christen, die im Gesundheitswesen tätig sind, neu motiviert und ermutigt. Es gibt so viele Situationen im Beruf, wo der Glaube helfen kann, die richtigen Fragen zu stellen, Antworten zu geben und Menschen zum Leben ermutigen.

... dass der Kongress ein Zeichen setzt, der auch Menschen zum Nachdenken bringt, die bisher christlichen Glauben und Gesundheit nicht in Verbindung gebracht haben. Sowohl die lange christliche Tradition im Gesundheitswesen als auch aktuelle wissenschaftliche Befunde über die gesundheitsfördernde Wirkung des Glaubens dürfen bekannt werden.

 

Dr. med. Beate Jakob, Referenting beim Deutschen Institut für Ärztliche Mission (DIFÄM)

"Zu Gesundheit und Heilung kann nicht nur die Medizin beitragen, und heilendes Handeln sollte spirituelle, soziale und ökonomische Faktoren einbeziehen."

Vom Christlichen Gesundheitskongress erhoffe ich mir, dass diese Einsichten aus der ökumenischen Diskussion um Gesundheit und Heilung auch in Deutschland "ankommen", dass Spiritualität auch bei uns in das therapeutische Denken einbezogen wird und christliche Gemeinden ihr heilendes Potential entdecken.

Wichtig sind mir jedoch auch Klärungen, die in den theologischen Beiträgen geleistet werden sollten: Gesundheit und Heilung sind in einem umfassenden Sinne zu verstehen und nach unserem christlichen Verständnis kann Heilung auch und gerade dann geschehen, wenn körperliche oder seelische Leiden sich als unabänderlich erweisen. Hier wünsche ich mir klare Aussagen und eine ausdrückliche Abgrenzung gegenüber der in unserer Gesellschaft zu beobachtenden "Vergötzung" von körperlicher Gesundheit.

 

Dr. theol. Heinrich Christian Rust, Pastor, Autor, Referent, Leiter  der Geistlichen-Gemeinde-Erneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Therapeuten und Seelsorgern einem kranken und Hilfe suchenden Menschen zugutekommt. Heilung ist ebenso komplex wie Krankheit. Heilung ist aber vor allen Dingen etwas, das von Gott, dem Schöpfer und Erlöser, ausgeht.

Der Christliche Gesundheitskongress will all diejenigen einladen und in einen Dialog bringen, die sich aus christlicher Motivation für die Heilung und Gesundung eines Menschen einsetzen. Ich erwarte, dass von diesem Kongress für Christen im Gesundheitsbereich und für Christen in der kirchlichen Praxis Inspiration und Ermutigung ausgehen werden. Ich kann nur sehr herzlich zur Teilnahme einladen!

 

Dr. theol. Reinhard Steffen, Theologe im aktiven Ruhestand

Es kommt auf die Verknüpfung an! Allzu oft werden die verschiedenen Aspekte des Gesundheitswesens getrennt voneinander betrachtet und bearbeitet. Beim Christlichen Gesundheitskongress werden sie einander zugeordnet und miteinander verknüpft. Die naturwissenschaftliche Medizin tritt in Beziehung zu der Medizin, die die Ganzheitlichkeit im Mittelpunkt sieht. Beides zusammen tritt in Beziehung zum Heilungsauftrag der christlichen Gemeinde, Menschen in ihrem Kranksein ernst zu nehmen und zu begleiten. Referate und Foren bieten ein weites Angebotsfeld. Deshalb fahre ich zum Gesundheitskongress!

Bischof Dr. theol. Hans Christian Knuth, Bischof für Schleswig, Nordelbische Ev.-Luth. Kirche

Der christliche Glaube hat vielen Menschen geholfen, Heilung zu erfahren. Aber er ist auch die entscheidende Hilfe, wenn wir nicht gesund werden und unsere Krankheit tragen. Denn in Jesus Christus zeigt sich Gott als ein mitleidender Gott.
Dieser Glaube gibt Gewissheit, auch in Krankheit als von Gott geliebtes Geschöpf getragen zu sein. Dies gilt es auch im Gesundheitswesen auf unterschiedliche Weise den Menschen zu vermitteln.

 

Anna-Donata Freifrau von Lerchenfeld, Mitglied der Geschäftsführung von Präsenz Kunst und Buch, Gnadenthal

Das Thema Gesundheit ist in aller Munde. Deshalb ist der Christliche Gesundheitskongress die richtige Initiative zur richtigen Zeit. Im Prinzip ist jeder von uns betroffen: als Angehöriger oder Nachbar kranker Menschen, als Patient, als Pfleger, Arzt oder Seelsorger.
Im Bereich der Medizintechnik und Arzneimittelforschung gehört Deutschland zu den führenden Nationen. Aber unser Gesundheitswesen braucht in Zeiten knapper Kassen mehr denn je Menschen, die mit Hand und Herz bei der Sache sind. Als Christen sind wir hier besonders gefordert.
Es ist an der Zeit, dass wir uns mehr mit Krankheit, Altern und Tod auseinandersetzen und diese Themen nicht einfach ausblenden. Mit einem christlichen Fundament geht das wesentlich leichter.


Prof. Dr. theol. habil. Werner Thiede, Theologe und Publizist

Alle reden heute von Ganzheitlichkeit. Die aber wird nirgendwo so gründlich erreicht wie in der Perspektive christlichen Glaubens, der ein realistisches Menschenbild mit der Gewissheit der göttlichen Liebe und demgemäß mit einer wunderbaren Hoffnung zu verbinden weiß. Darum ist Medizin und überhaupt jegliche Heilungsbemühung besonders wertvoll, wenn sie im Zeichen der Botschaft von Jesus Christus praktiziert wird.


Johannes Röser, Chefredakteur der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART

Der neuzeitliche Fortschritt der ärztlichen Heilkunst hat viele Anstöße mutigen und neugierigen Christen zu verdanken, die neben der Seelsorge die Leibsorge als göttlichen Schöpfungsauftrag ernstnahmen. Christus, der Heiler - die Beziehungen zwischen Kirche und Wissenschaft, theologischer Ethik und Forschung waren nie spannungsfrei. Im Lauf der Medizingeschichte haben viele Tabubrüche auch die christlichen Glaubensgemeinschaften gezwungen, die eigene Position zu überdenken, Horizonte zu erweitern. Auch heute ist dieses Verhältnis nicht einfach. Umso wichtiger ist es, über diese Kernfragen des Menschseins zwischen Zeugung und Sterben miteinander immer neu nachzudenken - und auch zu streiten.


http://www.christ-in-der-gegenwart.de

Dr. theol. Dietrich Werner, Oekumenischer Rat der Kirchen, Genf

Der christliche Glaube hat eine 2000-jährige Tradition im Blick auf die Lebensthemen Gesundheit, Heilung, Auseinandersetzung mit Schwachheit und Tod und sollte sich - ob in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder in der öffentlichen Debatte - nicht verstecken, sondern deutlich Farbe bekennen.

Das Profil christlicher Mitarbeit im Gesundheitswesen erkennbarer werden zu lassen und die Schätze der heilenden christlichen Spiritualität bewusster zu machen, ist eine Kernaufgabe zu Beginn des 21. Jahrhunderts, in dem das Thema "Gesundheit und Heilung" weltweit einen enormen Stellenwert erlangt und alte Trennungen - wie die zwischen Spiritualität und Medizin - eher zurücktreten. Viele internationale christliche Organisationen (Lutherischer Weltbund, Ökumenischer Rat der Kirchen, Konferenz Europäischer Kirchen) haben dem Thema "Heil und Heilung" in den vergangenen Jahren auf ihren Vollversammlungen eine neue Aufmerksamkeit geschenkt. Ein Hintergrund dafür ist nicht nur die in vielen Teilen der Erde dramatische Gesundheitssituation (z.B. im Blick auf die Wirkungen der AIDS-Pandemie), sondern auch das enorme Wachstum solcher Kirchen in Afrika und Asien, die das Thema "Heilung" in den Mittelpunkt ihrer Gottesdienstes und ihres Dienstes stellen.

Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich engagierte Christen auch in Deutschland auf den Weg machen, um das Potential und die Verheißung eines heilenden Dienstes in christlicher Perspektive konfessionsübergreifend zu vertiefen. In einem weitgehend säkularen und religiös nicht mehr sprachfähigen gesellschaftlichen Umfeld kann es gerade in Situationen der Begegnung mit Krise und Krankheit entscheidend und sehr spürbar sein, von welcher innerer Kraft und Hoffnung ein Arzt, eine Pflegeperson oder ein Patient getragen ist. Der Umgang mit den Fragen von Krankheit, Sterben und mit den ethischen Dilemmata der modernen Medizin bedarf dabei einer großen seelsorgerlichen, theologischen und ethischen Sensibilität und Kompetenz. Für ihre Bildung und Vertiefung ist ein - hoffentlich - auch breit interdisziplinär zusammengesetzter christlicher Gesundheitskongress eine wichtige Chance.