"Die Kirche ist für das Seelenheil zuständig, aber doch nicht für die Gesundheit eines Menschen!"

 

Diese Aussage steht am Anfang meines Gespräches mit einem anerkannten Facharzt, der nur mit Befremden wahrnimmt, dass wir in unseren Gottesdiensten auch für Heilung von kranken Menschen beten. " Ich bin überzeugter Christ, und ich tue meinen Dienst als Mediziner, so gut ich es kann. Aber ich bete doch nicht um Heilung!" - " Warum eigentlich nicht?" will ich wissen. - Er zögert und ringt um eine Antwort. Ein Dialog beginnt, der bis heute nicht abgebrochen ist. Wir lernen viel voneinander.

Genau diesen Dialog wollen wir bei dem Christlichen Gesundheitskongress fördern. Es geht uns darum, dass Christen miteinander ins Gespräch kommen, die sich in den unterschiedlichen Diensten als Ärzte, Therapeuten, Seelsorger, im Bereich der Pflege und des Pflegemanagements, in den vielfachen  Funktionen der Vorsorge oder auch der Gesundheitspolitik  hauptamtlich oder auch ehrenamtlich engagieren.  Unser gemeinsamer Glaube an den, den wir in unserer deutschen Sprache "Heiland" nennen, an Jesus Christus, verbindet uns, auch bei aller konfessionellen Unterschiedlichkeit.

Christus hat nicht nur das "Seelenheil" eines Menschen im Blick, sondern immer das ganze Heil des Menschen in seiner spirituellen, körperlichen und seelischen und sozialen Dimension. Der Heilungsauftrag Jesu gilt nicht nur den ausgebildeten medizinischen Fachleuten, sondern allen, die Christus nachfolgen.

Wie aber können wir zu einer besseren Kooperation kommen?
Wie können wir voneinander lernen?
Wie kann es gelingen, dass auch die spirituelle Dimension von Heilung ihren Platz erhält?
Wie können christliche Gemeinden diejenigen unterstützen, die sich als Christen im Gesundheitswesen engagieren?
Wie können Gebet und medizinisches Fachwissen zueinander kommen?
Wie kann ein überzeugter Facharzt, eine Krankenschwester auch das Gebet in die Therapie mit einbeziehen?

Diese und viele weitere Fragen werden auf dem Christlichen Gesundheitskongress 2010 in Kassel aufgegriffen. Der "Heiland" ist doch nicht nur in der Kirche zuhause, sondern überall dort, wo Menschen sich nach ihm ausstrecken, ihm dienen und zu ihm beten. Das geschieht doch nicht nur in der Kirche, sondern es kann auch in der Klinik sein, in einer Arztpraxis, bei einer Einführung in einen "gesunderen Lebensstil" oder sogar bei dem oft bemühenden Gesprächen um ein besseres Gesundheitssystem.

Mit dem ersten Christlichen Gesundheitskongress 2008 hat ein Dialog begonnen, der vom 21.-23. Januar 2010 in Kassel seine Fortsetzung finden wird.

Ich darf Sie im Namen des Vorstandes sehr herzlich einladen, an diesem Dialog teilzunehmen.

Ihr

Heinrich Christian Rust

Mitglied im Vorstand des Christlichen Gesundheitskongresses

 

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