
„Der Wunsch nach Heilung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen leben müssen“, meint Pfarrer Dieter Keucher (Chemnitz) vom Vorstand des 2. Christlichen Gesundheitskongresses. Keucher ist auch Vorsitzender der Geistlichen Gemeindeerneuerung in der Evangelischen Kirche. „Wir haben sehr ermutigende Erfahrungen mit dem Gebet um Heilung gemacht“ erklärt der inzwischen pensionierte Pfarrer. „Wenn wir zum Beispiel im Gottesdienst für einen Kranken beten, dann hat das oft positive Auswirkungen“. Man dürfe das aber nicht mit einer Vergötzung der Gesundheit verwechseln. Gerade die Begleitung von chronisch Kranken oder von Menschen mit einem Handicap sei eine ebenso große Herausforderung für die christlichen Kirchen.
Wie Keucher unterstützt auch der Chefarzt der Klinik Hohe Mark Dr. Martin Grabe (Oberursel) die Woche für das Leben. Das Motto „Gemeinsam mit Grenzen leben – Gesund oder krank – von Gott geliebt“ passe auch sehr gut zum Christlichen Gesundheitskongress. Auch Grabe ist Vorstandsmitglied des Kongresses. „Unser Kongress versteht sich als Beitrag zur Diskussion der Kirchen in Deutschland um den Zusammenhang von Gesundheit und Glaube“, meint der bekannte Psychiater. „Wer sich von Gott geliebt weiß, der kann anders mit seiner Erkrankung umgehen“.
Die Woche für das Leben wird bundesweit vom 25. April bis zum 2. Mai veranstaltet. Der Christliche Gesundheitskongress findet vom 21. – 23. Januar 2010 in Kassel statt.
Mehr unter www.christlicher-gesundheitskongress.de und www.woche-fuer-das-leben.de
Frank Fornaçon
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