
In der offenen Vielfaltsgemeinschaft entstehen Modelle für gegenseitige Unterstützung. Junge und Alte, Menschen verschiedener Nationalität, Familien und Alleinstehende, Menschen in glücklichen und in schwierigen Lebensphasen erfahren in dem Quartierzentrum eine besondere Lebensqualität.
Nachbarschaftliche Netzwerke entstehen, Freundschaften werden gepflegt, Solidarität prägt das Miteinander. Hier werden auch Menschen aufgefangen, die plötzlich und tragisch aus ihrem bisherigen Leben gerissen wurden, etwa durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit. Entstehungsgeschichte und Beispiele aus den Hausgemeinschaften.
Ingo Franz, studierter Sonderpädagoge, Familienvater und geistiger Vater der Diakonischen Hausgemeinschaften sagt: "Zu unserer Vision gehört das Wahrnehmen der Verschiedenheit.“

Reinhild Bohlmann, eine unserer Referentinnen beim Christlichen Gesundheitskongress, berichtet aus ihrer Praxis als freiberufliche Hebamme. Sie ist für ihre Patientinnen als Christin erkennbar und erlebt, dass diese auf ihr Gebet warten:
"Ria ist letzte Woche 40 Jahre geworden. Ich kenne sie gut, habe ich sie doch bei den Hausgeburten ihrer vier Kinder begleitet. So ist es in schwierigen Zeiten selbstverständlich, dass der Kontakt bleibt. weiterlesen
Eine konkrete Erfahrung zum Thema Gebet für Kranke erlebte der CVJM Sekretär Ruedi Schüppach, der im Berner Oberland ein Haus der Stille (www.laebeshuus.ch) leitet. Er berichtet selber:
"Schon viele Jahre hatte ich mit Schmerzen in den Beckenknochen gelebt. Ich dachte, es seien Altersbeschwerden, vielleicht sogar Nachwehen meiner Rachitis-Erkrankung als Kleinkind. Als ich endlich zum Arzt ging, schien alles in Ordnung zu sein. Erst als meine Blutwerte aus dem Labor kamen, schlug er Alarm und schickte mich sofort zum Urologen. Der hatte denn auch gleich die Diagnose: Prostatakrebs mit Metastasen. Auf Grund seiner Erfahrung und den sehr hohen negativen Blutwerten musste ich mit meinem baldigen Ableben rechnen. So machte ich mich daran, mein Haus zu bestellen. Mir kam dieses Zugehen auf das Sterben wie die Vorbereitung auf eine grosse Reise vor und eigentlich freute ich mich darauf, bald daheim zu sein.