

In einer Gesellschaft, die Gesundheit als ihr höchstes Gut erachtet und dementsprechend viel Geld nicht nur für die medizinische und medikamentöse Betreuung im Krankheitsfall, sondern auch für Kuren, Diäten und Wohlbefinden auszugeben bereit ist, ist es um der Sache willen geboten, die Selbstverständlichkeit dieser Lebenshaltung kritisch zu hinterfragen.
Wer setzt die Standards? Wer bestimmt, was als (noch) ‚gesund‘ und was als (bereits) ‚krank‘ zu gelten hat? Ist Gesundheit überhaupt ein Wert an sich? Ist Gesundheit nicht vielmehr Ausdruck von Vitalität, um die Herausforderungen des Lebens in lebensförderlicher Weise bewältigen zu können?
Diese keineswegs rhetorischen Fragen weisen auf grundlegende Probleme hin, die zwar in irgendeiner Weise von Allen zu beantworten sind, namentlich aber von denjenigen, die Jesu Wort „Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben sollen“ (Joh. 10:10) vernommen haben und die dies in ihrem Glauben und Leben wirklich wahr sein lassen wollen. Der christliche Gesundheitskongress bietet die wunderbare Gelegenheit, sich mit derlei Fragen im Miteinander von fachkundigen, im Gesundheitswesen arbeitenden Christen und engagierten Laien im Horizont biblischer Verkündigung und Verheißungen auseinanderzusetzen und um entsprechende Antworten zu ringen, Antworten, die dann selbstverständlich durchaus auch einen substantiellen, kritischen und dadurch bereichernden Beitrag für die allgemeine politische und ökonomische Diskussion um das Gesundheitswesen darstellen werden. Man verschließe sich nicht vorschnell dieser Herausforderung, sondern ergreife sie als Gelegenheit, um auch hier das Wort Gottes zu bezeugen und Sein Reich auszubreiten!