
Das Gesundheitswesen gerät zunehmend unter ökonomischen Druck. Welchen Unterschied können Christen in diesem Spannungsfeld bewirken?
Die heutige Zeit ist gekennzeichnet durch zunehmende Arbeitsbelastung wie auch knappe Ressourcen. Dieser Entwicklung wird vielerorts durch Optimierung von Organisation und Strukturen begegnet. Quasi als Gegenbewegung lässt sich eine verstärkte Suche nach Orientierung, Sinn und beständigen Werten beobachten. Gleichzeitig wird deutlich, dass auch konfessionelle Einrichtungen und Gemeinden vor einem Umbruch stehen, in dem der Frage nach authentisch und gesellschaftswirksam gelebter christlicher Spiritualität wieder neu nachgegangen wird. So ist es erfreulich, dass sich zwei Ansätze zunehmend etablieren, die auf die Förderung einer geistlichen „Struktur-Entwicklung“ abzielen.
Zu den wichtigsten Zertifizierungsverfahren in Gesundheitswesen und Altenpflege wurde ein Ergänzungskatalog (proCumCert®) entwickelt, in dem den Themen Spiritualität/Kirchlichkeit und Träger- und Gesellschaftsverantwortung konkret nachgegangen wird. Ein weiteres Instrument, das zur spirituellen Erneuerung konfessioneller Einrichtungen verwendet werden kann, ist das von oqm International aus der Natürlichen Gemeinde-Entwicklung weiterentwickelte Organische Qualitätsmanagement (oqm®). Der Workshop stellt Praxisbeispiele vor.